Schublade auf – Gegenstand rein – raus aus der Sicht! Jeder kennt diesen Prozess. Jahrelang habe ich ihn praktiziert. Schon seit ich klein war. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber trotzdem noch da. Wie ein unsichtbarer Balast, der einen nicht loslässt.

Hört sich eher wie ein Problem an, das man nicht aktiv wahrnimmt, als simples Gerümpel, das in der Wohnung verstaubt, oder? Genau das ist es nämlich auch. Das Lebensumfeld, also die Wohnung oder das Zimmer in dem man tagtäglich lebt, spiegelt den Seelenzustand eines Menschen wider. Es gibt sogar präzise Analysen darüber welche Zimmer, welche Probleme widerspiegeln. Das würde mir in diesem Post allerdings zu weit gehen.

Worauf ich hinaus will ist, dass das Gerümpel, die Gegenstände die man zu viel hat, die Dinge, die man gewisser Maßen hortet, in irgendeiner Art und Weise euer Inneres darstellen. Welches Problem genau dahintersteckt ist natürlich ziemlich individuell. Jedoch glaube ich, dass oft das Nicht-Loslassen-Können oder auch die Überforderung eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen dahinterstecken. Ein weiterer plausibler Grund zu einer hortenden Persönlichkeit zu werden könnte auch die Art sein, wie man aufgewachsen ist. Leben deine Eltern nach der Das-Kann-Ich-Bestimmt-Irgendwann-Nochmal-Gebrauchen-Mentalität? Oder vielleicht musstest du in deiner Kindheit/Jugend auf vieles verzichten und versuchst dies nun zu kompensieren.

Egal wie deprimierend das nun klingen mag, man kann aus allen negativen Situationen wieder positive machen! Es ist alles nur eine Frage der Perspektive.

Indem du deinen Wohnraum entrümpelst …

  • … kannst bei ganz simplen Dingen lernen loszulassen und Entscheidungen zu treffen.
  • … wirst du lernen, dass Loslassen bei manchen Dingen schwerer ist und bei anderen leichter.
  • … merkst du, dass sich nach dem anfangs negativen Gefühl des Loslassens, oft Erleicherung einstellt, Balast losgeworden zu sein.
  • … wirst du merken, dass Entscheidungen treffen gelernt werden kann.
  • … lebst du im hier und jetzt und nicht in deiner Vergangenheit.
  • (…)

Oft habe ich schon gesagt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Und genau diese Weisheit trifft auch bei diesem Thema wieder zu! Wenn man es schafft regelmäßig seinen Wohnraum zu entrümpeln, lernt Dinge wegzuschmeißen oder wegzugeben, alten Balast loswird, der macht diesen Prozess des Loslassens und des Entscheidens nach und nach zur Gewohnheit. Und diese Gewohnheit lässt sich dann natürlich auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen.

Irgendwo stecken tiefere Bedeutungen im Chaos. Man muss sie nur finden und für sich nutzen!

3 comments on “Wie Unordnung die Seele widerspiegelt!”

  1. Wir haben immer von anderen spielsachen/kleidung/etc bekommen und genommen weil meine eltern immer schon sparsam aufgewachsen sind und letztens haben wir die caritas bestellt und 4 wohnzimmerschränke von denen wir keinen selbst gekauft haben und altes spielzeug mitgegeben. Es war anfangs richtig schwer aber jetzt ist es einfach nur befreihend

  2. Oh ja, da hast du total Recht, liebe Lucie! Ich bin ja schon länger auf dem Weg zu einem minimalistischen Leben, einfach um frei zu sein. Mein Ziel ist ja, wirklich glücklich zu sein und ich glaube, dass Minimalismus da einen großen Teil beitragen kann 🙂
    Das mit den Problemen in Verbindung mit dem aussehen der Zimmer finde ich interessant, habe im Internet jedoch nichts Spannendes dazu gefunden- magst du da eventuell etwas verlinken oder sogar darüber schreiben? Das würde mich sehr freuen…
    Ich wünsche euch allen viel Glück beim seelischen und reellen Ausmisten und sende ganz liebe Grüße von meinem kleinen Blog

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