Wie finde ich mich selbst? – diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und du dir wahrscheinlich auch. Gerade, wenn man mal wieder das Gefühl hat in einer Krise mit sich selbst zu stecken, taucht diese Frage auf.

Wahrscheinlich gibt es viele verschiedene Antworten darauf, die ich nicht alle kenne. Ich habe mittlerweile allerdings eine Antwort für mich gefunden: Es gibt keine universelle Lösung oder einen Plan, den man befolgen kann. Jeder Mensch ist unterschiedlich. Jeder möchte andere Dinge in seinem Leben. Jeder befindet sich in einer anderen Lebensphasen. Und jeder denkt, fühlt und handelt anders. Außerdem findet man sich nicht und bleibt dann für immer gleich. Dieser Prozess wiederholt sich dauerhaft. Deshalb gibt es ganz einfach keine universelle Antwort darauf. Was ich aber glaube ist, dass jeder seinen eigenen individuellen Weg finden kann.

Wodurch definierst du dich?

  • Deinen Job?
  • Deine Noten?
  • Dein Auto?
  • Die Anerkennung anderer?
  • Dein Aussehen?
  • Deine Hobbies?
  • Deinen Verdienst?

Wie du gemerkt hast sind nicht alle Dinge aus dieser Liste prinzipiell negativ. Gute Noten zu haben ist toll, Hobbies zu haben, die einem Spaß machen ist toll, einen Beruf zu haben,der einem Spaß macht ist toll (…). Worum es hierbei geht ist allerdings die Frage: Ist es gut, sich durch äußere und dabei meist materielle Dinge zu definieren? Was macht man, wenn man seinen Job verliert? Was passiert, wenn du eine schlechte Note schreibst? Oder deinen Hobbies, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr nachgehen kannst? Bist du dann immer noch du?

Wenn man nicht weiß wer man ist und was man mag, dann tappt man schnell in diese Falle. Es entstehen Gedanken wie „Hallo, ich bin Lucie und ich bin dumm, weil ich ausschließlich fünfen in Mathe schreibe.“. Gerade, wenn man jung ist, kann man ganz leicht in diese Gedankenmuster gepresst werden, da man es noch gar nicht besser wissen kann. Wenn man Lehrer hat, die einem das Gefühl geben dumm zu sein und die Eltern dazu sehr leistungsorientiert sind, kann es schnell passieren, dass man dieses Verhalten übernimmt. Gute Leistung bedeutet somit ein guter Mensch zu sein. Dies ist natürlich nur ein einfaches Beispie. In der Realität sehen solche Fälle viel komplexer aus und sind deshalb auch schwerer zu überwinden.

Was du dir bewusst machen solltest: Du bist nicht dein Job, die Zahl auf deinem Kontoauszug oder die Leistung die du erbringst.

Egal wer dir dies weiß machen will, sie haben damit nicht Recht. Und du musst diese Auffassung des Lebens nicht zu deiner Realität werden lassen bzw. diese Realität weiter behalten. Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied.

Aber wer bin ich denn dann?

Meiner Meinung nach ist man das, was einen mit Leidenschaft erfüllt, glücklich macht, man sich wünscht, wie man seinen Alltag gestaltet, mit sich selbst umgeht, wie man sich verhält, welche Charaktereigenschaften man hat und mit welchen Menschen man sich bewusst umgibt. Alles was von innen kommt, sozusagen. Und genau damit beschäftigen wir uns zu wenig, weshalb wir auf die äußeren, materiellen Faktoren zurückgreifen.

Ist es nicht viel gesünder, sich durch sein Inneres zu definieren und äußere Faktoren als Unterstreichung dieses Ichs zu sehen?

Nehmen wir zum Beispiel verschiedene Kleidungsstile. Man zieht sich in einer bestimmten Art und Weise an, um seinen Charakter zu unterstreichen. Man fühlt sich aber genauso wie man selbst, wenn man ungeschminkt und in Gammel-Klamotten seine Zeit verbringt. Der Kleidungsstil unterstreicht dabei einfach nach außen, wie man sich im Inneren fühlt.

Oder du hast es geschafft deine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Darüber bist du sehr glücklich, da du nun tagtäglich deine Leidenschaft leben kannst. Trotzdem ist dir bewusst, dass dich diese eine Leidenschaft nicht aus macht und du noch viel mehr als das bist. Sollte es also irgendwann nicht mehr möglich sein, diesen Beruf auszuüben, stürzt dich das nicht in eine Identitätskrise, da du weißt wer du bist und was wichtig für dich ist.

Das ist ja alles schön und gut, aber was kann ich unternehmen, um meine Suche voranzubringen?

Finde Antworten auf folgende Fragen und du bist schon ein ganzes Stückchen weiter:

  • Was macht dich glücklich?
  • Was tust du gern?
  • Was wünschst du dir? Was möchtest du gerne ausprobieren?
  • Wie gehst du mit dir selbst um?
  • Mit welchen Menschen umgibst du dich? Was spiegeln diese Menschen wider?
  • Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
  • Wie verhälst du dich anderen und dir selbst gegenüber?
  • Welche Eigenschaften und Verhaltensweisen schätzt du?
  • Wie sieht dein Alltag aus?
  • Wie kannst du mehr Dinge in deinen Alltag integrieren, die dich glücklich machen?
  • Was möchtest du gerne verändern, um glücklicher zu sein?

Wenn dir deine Antworten nicht gefallen, weil sie doch recht spärlich ausgefallen sind, dann fühl dich frei neue Menschen, Dinge und Aktivitäten zu entdecken. Du bist kein festgelegter Wert, den man nicht verändern kann. Du bist ein Mensch, der wächst, beweglich und frei ist. Du hast so viel Potenzial in dir, auch wenn du es manchmal nicht sehen kannst. Finde deine Neugierde und Entdeckungslust wieder!

Außerdem: Versuch das Leben nicht so ernst zu nehmen. Wir leben nur einmal und anstatt dieses eine Leben mit Ängsten und unwichtigen Dingen zu verplempern, sollte man es genießen und so viel Spaß wie möglich haben. Was natürlich auch für die Reise der Selbstfindung gilt.

Also: Wer bist du und was macht dich aus?

In Liebe

Lucie

7 comments on “Wer bin ich? | Anreiz zur Selbstfindung”

  1. Hallo liebe Lucie!
    Was für ein gelungener und inspirierender Blogpost! Wir sind von all deinen Videos und Blogeinträgen über Selbstfindung und Selbstliebe hellauf begeistert, und deine Sichtweise auf die Dinge bringt uns echt zum Nachdenken, denn auch wenn man im Endeffekt auf ein anderes Ergebnis kommt wie du, ist dein Denken immer eine Bereicherung. Vielen lieben Dank für deinen Blog und deine Videos, mach weiter so <3

  2. Ein wirklich inspirierender Artikel mit tollen Denkanstößen. Ich denke auch: Was uns ausmacht sind die eigenen Überzeugungen, Werte und Ideen. Man muss eben nur den Mut haben, diese für sich selbst festzulegen ohne dabei auf die Meinung anderer zu hören. Leider neigen wir dazu uns ständig nur anzupassen, zu vergleichen und dabei den Verlust der eigenen Persönlichkeit in Kauf zu nehmen. Eigentlich steht man sich ja mal wieder nur selbst im Weg und wie du auch schon sagst: Dafür ist das Leben zu kurz und bietet viel zu viele Chancen! Man muss sich selbst einfach mal ein bisschen mehr vertrauen.
    Der Artikel hat mir sehr gut gefallen und ließ sich wirklich gut lesen. Ich freue mich auf weitere 🙂
    Liebe Grüße,
    Jasmin

  3. Ich bin Denise und mich macht meine authentische und empathische Art aus. Und natürlich soll man sein Leben nicht mit Ängsten verplempern. Aber eine soziale Phobie zu überwinden, an sich selbst zu glauben ist enorm schwer.

  4. Toller Blogpost Lucie , es dauert etwas die fragen vollständig zu beantworten, aber das zeigt auch wieder das Selbstfindung ein langer prozess ist,und ich finde deine Texte von der Länge genau richtig, man kann sich gut in deine worte hineindenken und es auf sich wirken lassen
    Liebe Grüße ♡

  5. Hey Lucie!
    ein sehr guter Blogpost ist das hier. Generell gefällt mir dein Blogkonzept, da es endlich mal um Positives geht!
    Mir sind deine Beiträge manchmal etwas zu lang- das ist sicherlich subjektiv, vielleicht magst du es ja mal mit einer kleinen Kürzung probieren. Ich werde aber trotzdem bei dir weiterlesen!
    Ich finde es total wichtig, sich selbst zu kennen und dabei immer im Hinterkopf zu haben, dass man sich jederzeit verändert. Denn das ist doch das Spannende 😉
    Toller Post, toller Blog <3
    Ich würde gerne auch mal deine Meinung zu dem Thema "Wie finde ich meine Leidenschaft" hören…
    Liebe Grüße von meinem kleinen Blog 🙂

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