Mir tritt die Schule im Moment mal wieder so richtig in den Arsch. Und ich befinde mich derzeit mindestens jeden zweiten Tag vor dem Bedürfnis einfach alles hinzuschmeißen. Es ist nicht der Fall, dass ich schlechte Noten habe, dass ich grenzenlos überfordert bin oder mich in der Schule unwohl fühle. Es ist eher das Gefühl, dass ich gerade meine wertvolle Lebenszeit verschwende. Mit irgendwelchen DNA-Testmethoden, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Analysen alter Bücher. Diese Themen rauben mir meine Kreativität. Sie rauben mir meine Lebensfreude. Und vorallem rauben sie mir meine Zeit. Die Zeit, die ich sonst für Dinge verwenden könnte, die mich weiterbringen, glücklich machen oder zumindest Geld einbringen würden.

Meine Unlust liegt definitiv auch daran, dass mindestens die Hälfte meiner Lehrer den falschen Beruf ergriffen haben und ihren Schülern dadurch das Leben zur Hölle machen. Durch soziale und fachliche Inkompetenz, chronisches Zuspätkommen, sinnlosen Unterricht, die Unfähigkeit mit Kritik umgehen zu können, absolute Verwirrung zu stiften und Panikmache vor dem Abi bzw. Berufsleben. Ich frage mich wie diese Menschen darauf kamen, dass dieser Beruf eine gute Idee für sie darstellt. Es ist mir ein riesengroßes Rätsel.

Außerdem fällt mir durch die kritische Betrachtung des Schulsystems auf, was mir an unserem generellen System nicht gefällt. Was verändert werden muss. Was abgeschafft werden muss. Und, dass ich keine Ahnung habe, wie meine Gedanken umgesetzt werden könnten. Verflixtes lösungsorientiertes Gehirn sage ich euch.

Gleichzeitig spielt meine Gesundheit im Moment nicht so richtig mit. Ich hab in den letzten Monaten einige Arztbesuche hinter mir und erfahre bald auch endlich was genau mit meinem Magen nicht stimmt. (Magenspiegelung sei Dank!) Je nach dem was nun bei dieser Untersuchung herauskommt richtet sich mein Immunsystem nicht mehr nur gegen ein, sondern vielleicht auch gegen ein zweites Organ meines Körpers. Was nicht super, mega, ultra schlimm ist wie jetzt z.B. die Diagnose Krebs, allerdings auch nicht super mega toll. Wenn ihr versteht. Gleichzeitig stelle ich mir natürlich auch die Frage warum. Wie kommt es, dass der Körper beschließt sich selbst anzugreifen? Inwiefern hat dieser Prozess etwas mit der Seele zu tun. Wie kann man solche Erkrankungen ganzheitlich betrachten? Was kann man dagegen tun? (…)

Egal ob mein Immunsystem beschließt nun auch noch ein zweites Organ aus unserer Körpergemeinschaft auszuschließen oder nicht – für mich steht fest, dass ich an meinen Lebensgewohnheiten etwas ändern möchte, um den funktionierenden Teil meines Körper zu unterstützen (Dramatik Overload, oh yeah!). Mission Nummer 1 ist deswegen für mich ab heute: 7 Tage lang keinen Kaffee zu trinken. Aus vielen verschiedenen Gründen. Wenn ihr möchtet, berichte ich nächsten Sonntag wie es mir ergangen ist, was mich dazu bewegt hat und ob ich das Kaffee-Verbot doch länger durchziehen werde. Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen. 🙂

Dies war ein kleiner Mini-Einblick in meine momentanen Problemchen. Natürlich soll es auf diesem Blog eigentlich primär um die positiven Seiten des Lebens gehen. Allerdings gehören auch regelmäßige Tiefs zum Leben dazu und ich möchte euch gern zeigen, dass bei jedem Menschen viele Dinge hinter den Kulissen ablaufen. Es geht nicht darum die Tiefs mit allen Mitteln zu bekämpfen. Es geht eher darum auf dieser Welle mit zu schwimmen, etwas daraus zu lernen und aufzupassen, dass man nicht (in Selbstmitleid) ertrinkt. Trotz eines Tiefs kann man sich jeden Tag für das Glücklichsein entscheiden und gute Entscheidungen treffen, die einem gut tun!

Ich wünsche euch einen wunderbaren Abend!♥

In Liebe

Lucie

 

8 comments on “Wie es mir in letzter Zeit ergangen ist.”

  1. Hallo Lucie,
    Darf man fragen wieso du schreibst „dich von einem zweiten Organ verabschieden zu müssen“ ? Also hast du schon eins verloren oder was hat das nun mit deinem Magen auf sich?
    Liebe Grüße
    Constanze

    • Ich wollte das Thema mit Humor angehen, deswegen der Satz, dass mein Immunsystem vielleicht auch ein zweites Organ aus unserer Körpergemeinschaft ausschließt. Meine Schilddrüse ist davon schon betroffen und eventuell habe ich auch im Bereich meines Magens eine Autoimmunerkrankung. Genauere Infos bekomme ich bald.
      Liebe Grüße!

  2. Hey Lucie,
    Ich steh momentan auch kurz vor dem Abi und kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Wichtig war mir aber gerade an diesem Blogeintrag deine „kaffeefreie Woche“ , ich würde mich nämlich sehr freuen wenn du deine Erfahrungen diesbezüglich mit uns teilst. Ich bin nämlich auch eigentlich eine Kaffeeliebhaberin aber habe vor einiger Zeit beschlossen meinen Konsum stark zurückzuschrauben und muss sagen dass ich das Gefühl habe viel mehr Energie zu haben und weniger müde zu sein. Ich trinke zwar immer noch viel Tee, selbst schwarzen der ja auch viel Koffein enthält , und doch spüre ich einen enormen Unterschied. Bin gespannt wies dir ohne Kaffee so ergeht! Und ich hoffe. natürlich, dass du gesundheitlich auf der Bahn bleibst, denn das ist meiner Meinung nach immer noch die Vorraussetzung für ein möglichst glückliches Leben. Liebe Grüße <3

  3. Liebe Lucie, ich schreibe dieses Kommentar wegen deiner Gesundheit:D vieles, vorallem magentechnisch, hat mit der psyche zu tun. Klingt banal, ist aber so, kenn ich nur zu gut von mir selbst. Was super ist, ist Meditation. Muss ja gar nicht mega esoterisch sein oder so, einfach kleine entspannungsübungen in den Alltag mit einbringen. Ich Hoffe, dir geht es bald besser:)

  4. Liebe Lucie, ich habe mich in jeder Zeile dieses Textes wiedergefunden. Ich fühle richtig mit dir, bei mir ist das nicht das Abi, sondern die Ausbildung, die mich herausfordert aber eher die Lehrer, die die eigentlich interessanten Fächer immer wieder schaffen zu vermiesen. Mir hilft in dieser Situation immer dieses Zitat: „When you complain, you make yourself a victim. Leave the Situation, Change it or accept it, all else is madness.“ Was Gesundheit angeht ist es bei dir der Magen und bei mir der Darm, ich hätte ja mega schiss vor so einer Spiegelung, wie schlimm ist so was? Ich stell mir das gefährlich vor.
    Aber danke nochmal für deine blogposts, sie machen meinen Tag immer ein großes Stück positiver trotz des Lernstresses. Und Respekt an dich, dass du trotz desselben Lernstresses dir Zeit nimmst, für die Dinge, die du liebst, wie diesen wunderbaren Blog hier <3 Liebe Grüße

  5. Liebe Lucie,
    auch bei mir steht das Abi vor der Tür in tritt mir, wie du so schön sagst, gehörig in den Arsch, bei mir kommen leider ein paar schlechte Noten dazu, was leider nicht von Fäulnis kommt und ich es somit auch nicht wirklich ändern kann.
    Leider bin ich eben ein Mensch der mathe versteht und liebt aber mit Englisch überhaupt nichts anfangen kann.
    Aber ich bin sicher wir überleben das.
    Grüße clara ❤

    • Hallo liebe Clara,
      bei mir ist es genau anders herum (Mathe – WARUM? Englisch – Kein Problem! :D), habe allerdings doch sehr viel Glück was die Klausuren angeht. Aber du hast recht. Wir schaffen das. 🙂
      Ich freue mich sehr über deinen Kommentar! 🙂 ♥
      Liebe Grüße
      Lucie

  6. Mir geht es mit meinem Studium im Moment ganz genauso. Ich habe auch das Gefühl meine Zeit zu verschwenden und keine Zeit für die Dinge zu haben, die mich wirklich glücklich machen und weiterbringen würden. (Ach ja und bei den Dozenten ist es wie mit den Lehrern, es macht mich wahnsinnig…) Allerdings habe ich nur noch 1 oder 1,5 Jahre vor mir und einfach aufhören kann ich nicht so leicht, da noch vieles an meiem Studium dran hängt (ich wohne nicht mehr in Deutschland)… Also hilft es erstmal nur zu versuchen sich so viel Zeit wie möglich für die Dinge zu nehmen, die einem wichtig sind.
    Um meine Gesunheit mache ich mir auch gerade ein paar Gedanken, da ich auch hier und da Problemchen habe. Ich denke auch, dass es viel mit der Psyche und natürlich dem Lebensstil zu tun hat. Beispielsweise trinke ich noch weniger Alkohol als sowieso schon, da ich einfach das Gefühl habe mein Körper kann damit nicht mehr umgehen. Mir gehts viel schlechter als früher, nachdem ich was getrunken habe. Auf Kaffee versuche ich auch zu verzichten (außer ab und zu koffeinfreier Kaffee). Mich würden deine Erfahrungen zum Kaffeeverzicht also auch interessieren. 🙂
    Ich lese im Moment übrigens „In praise of slow“ von Car Honoré, vielleicht würde dich das ja auch interessieren.

    Alles Liebe,
    Katja

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