Wir müssen erst Experten sein, bevor wir eine Aufgabe übernehmen können – so der Irrglaube zumindest. Während dieser Spruch bei einigen Berufen durchaus der Wahrheit entspricht (oder würdest du dir von einem Mechaniker gern das Knie operieren lassen?), ist er für kreatives Arbeiten meist schlicht und ergreifend nicht wahr.

Durch theoretisches Wissen schreibt sich kein Buch und auch kein Blogpost. Noch weniger bearbeiten sich Bilder von selbst oder nehmen sich Videos und Podcasts von allein auf. Wissen reicht bei gewissen Dingen einfach nicht aus. Machen ist da das Zauberwort.

Deshalb: Ja, Grundkenntnisse sind wichtig, die Umsetzung aber noch wichtiger. Man kann sich Grundkenntnisse anlesen, um das benötigte Programm bedienen zu können oder verschiedene Schreibtechniken kennen zu lernen. Letzten Endes geht es aber darum, es in der Praxis umzusetzen und dadurch zu lernen. Kommst du an einer Stelle nicht weiter, gibt es unzählige Youtube Tutorials oder Blogposts, die dir helfen können.

Man nehme mich mit meinem Blog als Beispiel. Aus meiner anfänglichen Idee einen Blog zu führen, um meine Gedanken aufschreiben zu können, wurde die Idee Menschen dabei zu helfen, ein positives und glückliches Leben zu führen. Ich, Lucie, 22 Jahre alt, gelernte Bürokauffrau, hatte bis vor einem halben Jahr nur spärliche Blogerfahrungen und bin (auch jetzt noch) kein Profi in Sachen Bildbearbeitung. Angefangen habe ich mit einem vorgefertigten Design von WordPress. Nachdem mir mehr und mehr bewusst wurde, wohin ich mit meinem Blog möchte, habe ich mich nach bezahlbaren und passenden Designs umgesehen, um meiner Seite das richtige Aussehen zu verpassen. Dieses Design musste dann noch von mir gebrandet (also an meine „Marke“ angepasst) werden. Youtube und Google waren in dieser Zeit meine besten Freunde, aber ich habe viel dazugelernt. Und besonders eins ist mir in den letzten Monaten bewusst geworden: Man muss schreiben, um das Schreiben zu lernen!

Ich bin definitiv noch nicht da angekommen, wo ich gerne hin möchte, habe aber endlich eine Idee, wie mein Ziel aussehen könnte. Und das ist eine riesige Motivation!

Also, wenn du etwas auf dem Herzen hast, das du gerne umsetzen möchtest, dich aber noch nicht bereit dafür fühlst: Fang damit an. Heute. Jetzt sofort. Während du den Weg gehst, werden dir noch viel mehr Ideen einfallen, du wirst dazu lernen und vor allem Erfahrungen sammeln! Also: Womit fängst du an?

In Liebe

Lucie

6 comments on “Starte bevor du bereit bist! | Die Lüge vom richtigen Zeitpunkt”

  1. Hi Lucie,

    auch hier muss ich dir zustimmen. Ich habe ständig darauf gewartet, dass ich „bereit“ bin meinen eigenen Blog zu starten. Aber man findet ständig neue Ausreden, etwas nicht tun zu müssen. Starte lieber unperfekt, als perfekt zu warten- Diesen Spruch musste ich mir immer wieder sagen. Man lernt echt am Meisten durch ausprobieren und Fehler machen.

    Ganz liebe Grüße.

  2. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Manchmal ist es zwar so, dass eine Idee erst reifen muss, bis man zumindest weiß, wie man anfangen will und was überhaupt das Ziel ist (so wie du sagst, dass deine Idee dazu gereift ist, Menschen zu mehr Glück zu verhelfen), aber meist zögert man einfach zu lang :-O

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